Mut zur Lücke? – Lieber nicht!

Hätte Hansi Flick im entscheidenden Gruppenspiel bei der Fußball WM in Katar gegen Costa Rica mehr Mut zur Lücke gebraucht? (Anmerkung: „Lücke“ ist der Spitzname des einzigen echten deutschen Mittelstürmers Niclas Füllkrug, der im deutschen Aufgebot dabei war.
Flick wurde teils heftig kritisiert, dass er ihn nicht in die Startelf gebracht hatte)
Wir werden es nicht mehr rausfinden können und der Rest dieser WM ist ja nun auch Geschichte.

Die Lücken im Implementierungsprozess

Mut zur Lücke ist in manchen Situation im Leben notwendig und ja sogar unausweichlich, aber wieviel Mut zur Lücke sollte man bei der Integration eines PIM oder DAM Systems haben?
Welche Lücke(n) könnte(n) überhaupt beim Implementierungsprozess entstehen?

Die größte Lücke besteht in einer ganz entscheidenden und wichtigen Rolle im Projekt, die meist gar nicht, oder nicht adäquat besetzt ist.
Schauen wir uns mal das klassische Line up eines PIM/DAM Projektes an:
Zum Einen haben wir die Seite des Software Integrators.
Hier finden wir üblicherweise folgende Rollen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Projektleiter/in
  • Project Management Office (PMO)
  • Technical Consultant
  • Business Consultant
  • Developper
  • Tester
  • im agilen Kontext können zum Teil noch andere Rollen hinzukommen, darauf möchte ich aber hier nicht eingehen!

    Auf Kundenseite wird das Line up komplettiert durch:

  • Projektleiter (meist organisatorisch orientiert)
  • Product Owner
  • Stakeholder
  • Diverse Vertreter aus Abteilungen die am Projekt beteiligt sind
  • Zwei der Abteilungen, die auf Kunden Seite wohl am stärksten bei diesen Projekten involviert sind, sind die Marketing und die IT Abteilung.

    Und genau hier treffen wir auf unsere erste Lücke im Projekt!

    Ich betreue nun seit mehr als 20 Jahren Unternehmen in den Bereichen DAM und PIM. Eines der allergrößten Probleme, die ich identifizieren konnte, ist die Zusammenarbeit zwischen IT und Marketing.
    Dies soll keinesfalls heißen, dass sich beide Abteilungen nicht „grün“ wären, aber sie sprechen einfach eine komplett unterschiedliche Sprache

    Regeln kann man dies nur indem man eine Rolle „installiert“, die als Übersetzer zwischen IT und Marketing fungiert. Diese Person muss die Anforderungen und Nöte beider Abteilungen verstehen, einordnen und bewerten können. Dazu braucht es Know How, sowohl von Business, als auch von IT Seite her.
    Wenn diese Person fehlt im Integrationsprozess (übrigens auch schon beim Auswahlprozess), dann wird es mit ziemlicher Sicherheit massive Probleme geben.

    Die zweite Position im Integrationsprozess an der eine Lücke entsteht ist diese zwischen Kunde und Integrator.

    Auf Seite des Kunden benötigt man einen starken Product Owner und/oder Projektleiter. Diese Person muss in der Lage sein Gewerke technisch und fachlich zu bewerten. Es geht hier auch um einen echten Sparrings Partner für den Integrator, deshalb sollte diese Rolle auch nicht vom Integrator gestellt werden.
    Diese Kompetenz muss auf Seite des Kunden platziert sein und es muss eine geschäftliche Abgrenzung zum Integrator geben.

    Ich möchte ihnen hier ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben:
    Vor mittlerweile gut 18 Jahren habe ich ein eigenes Haus gebaut. Die Baufirma hat mir „freundlicher Weise“ auch gleich einen Bauleiter aus ihren Reihen zur Verfügung gestellt. Sehr nett, oder? Für mich endetete das Ganze in einem Prozess von zahlreichen extremen Problemen verbunden mit Mehraufwand an Mitteln. Der Bauleiter bekam seinen Lohn von der Baufirma, wessen Interessen würde er also vertreten, wenn es hart auf hart kommt? Genau! Und exakt dies musste ich in mehreren Situation erfahren.

    Genauso wie ich heute, würde ich es mir nochmals antun ein eigenes Haus zu bauen, einen neutralen Bauleiter engagieren würde, würde ich auch für ein Software Integrationsprojekt einen eigenen, neutralen Projektleiter installieren.
    Ein Projektleiter des Integrators kann nicht die Interessen des Kunden vollumfänglich vertreten. Er befindet sich vom ersten Tag an in einem Gewissenskonflikt, der für das gesamte Projekt ungesund ist.
    Wir müssten also zweimal Mut zur Lücke haben. Zum Einen bei der Kommunikation intern zwischen Marketing und IT und zum Anderen bei der Zusammenarbeit zwischen Integrator und Kunde im allgemeinen.
    Diesen Mut kann man haben – sollte man aber nicht.

    Wer schließt die Lücken?

    Letztendlich benötigt man eine Person, die:

  • Ein tiefes und breites fachliches Wissen hat – wichtig: Im Bereich PIM und DAM!
  • Ein ebenso tiefes und breites technisches/ IT Verständnis hat
  • Die 100% die Kunden Belange vertritt
  • Die argumentativ und kommunikativ stark ist
  • Diese Person wird in der Lage sein unsere beiden Lücken, die wir identifiziert haben, zu schließen. Die Folge daraus sollte ein Projekt sein, dessen Erfolgsaussichten massiv höher sind!
    Sehen sie auch hierzu die Leistungen, die ich in diesem Bereich anbiete:
    DAM Evangelist – Leistungen
    Wenn Sie hierzu Fragen, oder Anregungen haben, oder eigene Erfahrungen teilen möchten, dann freue ich mich auf ihren Kontakt!

     


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