Ist es Zeit ihr „Legacy System“ zu tauschen? 5 Anzeichen, die dafür sprechen!

Legacy Software.
Legacy Systeme – Nahezu jedes Unternehmen verfügt noch über sie und viele Unternehmen scheuen den Aufwand sie endlich zu tauschen.  Unter „Legacy Systemen“ verstehe ich hier in die Jahre gekommene Softwarelösungen, die bereits seit langer Zeit im Unternehmen vorhanden sind und die einen gewissen Stillstand erfahren haben.
Wann aber ist es tatsächlich an der Zeit, dass man den Tausch dieser Systeme angehen sollte?

Fünf eindeutige Anzeichen, die dafür sprechen solche Systeme zu tauschen:

  1. Der Softwarehersteller existiert nicht mehr, oder hat die Entwicklung des Produktes eingestellt
  2. Dieser Grund dürfte der am einleuchtendste sein: Wenn es den Entwickler einer Softwarelösung nicht mehr gibt, oder dieser die Entwicklung des Produktes eingestellt hat, dann ist die Lösung tot. Eine tote Lösung sollte asap getauscht werden, da ein Weiterarbeiten mit solchen Lösungen den Transfer in eine neue Lösung, der irgendwann kommen wird, nur komplizierter und aufwändiger werden lässt.

  3. Sie bezahlen die jährliche Software Wartungsgebühr und erhalten dafür keine Gegenleistung
  4. Software Wartungsgebühr ist ein gutes und notwendiges Werkzeug, das den Softwareherstellern die Möglichkeit der Planungssicherheit gibt. Problematisch wird es, wenn man als Kunde für diese jährliche Wartungsgebühr keine Gegenleistung mehr erhält. In der Software Wartung sind in der Regel auch Updates für die Software enthalten, werden diese nicht mehr regelmäßig geliefert und es wird nur noch der Augenmerk darauf gerichtet, die existierende Software „am Laufen“ zu halten, dann ist Vorsicht geboten!

  5. Third Party Software entwickelt sich weiter, aber nicht ihre Softwarelösung
  6. Die meisten Hersteller von Softwarelösungen bieten an irgendeinem Punkt Zusatzprodukte für Third Party Software. Bei z.B. DAM Systemen sind dies sehr oft Plugins für die Adobe Produkte wie Indesign etc. Im Falle von Indesign werden in regelmäßigen Abständen neue Versionen in die Creative Cloud eingestellt. Software Hersteller müssen ihre Produkte dementsprechend auf diese Versionen anpassen. Sollte dies nicht geschehen, oder extrem lange dauern ist dies als kritisch zu bewerten. Gleiches gilt z.B. für das Anpassen von Weblösungen an die aktuellen Browser Versionen.

  7. Es fehlt eine konkrete Roadmap für das Produkt
  8. In unserer agilen Zeit ist es oftmals sehr schwer längerfristige Roadmaps für Kunden zu kreieren. Nichts desto trotz sollte der Softwarehersteller eine Vision und eine Richtung für sein Produkt haben. Meiner Meinung nach hat man als Anwender einer Software das Recht zu erfahren, was man von dem Produkt zu erwarten hat. Ein Hersteller der dies nicht kann, hat entweder selbst kein Ziel und keine Vision, oder er will dies nicht mit seinen Anwendern teilen.

  9. Zusagen werden nicht eigehalten
  10. Auch ein absoluter Grund für mich über den Tausch einer Software nach zu denken. In unzähligen Webinaren oder Newslettern werden einem großartige neue Lösungen, Funktionen, Partnerschaften oder ähnliches versprochen. In der Realität werden nur diese Zusagen nicht eingehalten. Verlässlichkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften bei der man keine Kompromisse eingehen sollte!

Softwaretausch ist in der Tat kein Selbstläufer und auch mit einigem Aufwand verbunden. Es gibt aber einen Punkt, an dem sollte man nach den Grundsatz „lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“ handeln. Mehr oder weniger tote Software als Ballast mit zu schleppen kann den, irgendwann unausweichlichen Transfer in ein neues System wesentlich langwieriger und komplizierter machen, daher ist es meist besser zu handeln, als passiv zu verharren.

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